Als Kölner Stämme bezeichnen sich rund 80 Vereine aus Köln, deren Mitglieder sich als Hunnen, Mongolen, Wikinger, Indianer oder Afrikaner
verkleiden und einen Großteil ihrer Freizeit der Herstellung aufwendiger Kostüme, Waffen und Zelte widmen. Und das nicht nur im Karneval.
Während der Sommermonate campen sie in Kölner Grünanlagen, um gemeinsam mit der Familie, Freunden oder Arbeitskollegen die
Lebenswelten ‘fremder’ Völker und vergangener Epochen nachzuspielen. Höhepunkte dieser Zeltlager sind opulent inszenierte Rollenspiele
mit denen das Leben am Hofe Attilas oder Dschingis Khans in Szene gesetzt wird. Angeleitet werden diese Spektakel von den Vereinsschamanen,
die für die anderen Mitglieder auch Initiationsrituale, Hochzeitsfeiern und manchmal sogar Beerdingungszeremonien durchführen.
Dabei mischen sich Elemente verschiedener ritueller Praktiken und Traditionen - vom Karneval bis zum sibirischen
Schamanismus. Um diesen kreativen Prozess der Aneignung und Transformation der ‘eigenen’ und der ‘fremden’ Kultur(en)
zu erforschen, hat die Ethnologin und Filmemacherin Anja Dreschke die Kölner Stämme über mehrere Jahre begleitet.

PREMIERE  13. Mai 2011, Radstadion Köln
KINOSTART  19. Mai 2011, Filmpalette Köln
FESTIVALS  25. Juni 2011, 12th RAI International Festival of Ethnographic Film, London
28. September 2011, Days of Ethnographic Cinema, Moskau
19. November 2011, EthnoFilmFest, München
01. Dezember 2011 An/Ver-Wandlungen, Leipzig
DVD-RELEASE  18. November 2011, RealFiction Filme
PRESSE  12. Februar 2012, Frankfurter Allgemeine Zeitung (PDF download)


GRAFISCHE GESTALTUNG: CARMEN STRZELECKI UMSETZUNG: MORITZ POTH